Paul Henné, die vielen Möglichkeiten eines Ausbildungsvertrags

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Paul ist Student im Grande-Ecole-Programm an der EM Strasbourg Business School mit Schwerpunkt „Verantwortungsvolles Personalmanagement“. Er hat auch einen Ausbildungsvertrag mit L'Oréal und ist für die Rekrutierung von Praktikanten und Studierenden in dualer Ausbildung zuständig. Er berichtet von den Chancen, aber auch von den Herausforderungen, die sich während dieses dualen Studienprogramms bei einem führenden Unternehmen seiner Branche ergaben.

 

Arbeiten für L'Oréal, ein großer Schritt

Für Paul Henné ist bereits das Einstellungsgespräch bei l'Oréal eine eigenständige Berufserfahrung. „Es dauert den ganzen Tag und steht unter dem Motte One-day for HR. Zwischen meiner Ankunft vor dem Gebäude und dem Beginn der Veranstaltung hatten sich 70 Gleichgesinnte vor dem Tor versammelt. „ Die Botschaft lag auf der Hand, die Konkurrenz war zahlreich. Während dieses One Day for HR nimmt Paul gemeinsam mit einem Kollegen an einer Präsentationsübung sowie an Workshops zu strategischem Denken teil und präsentiert vor Publikum - und auf Englisch - die Ergebnisse des innovativen HR-Projekts, das einige Stunden zuvor in einer Gruppe entwickelt wurde. Ein intensiver Tag, der es den Personalverantwortlichen ermöglicht, die Fähigkeiten ihrer Kandidaten zu beurteilen, sowie ihre sozialen Kompetenzen und die Art und Weise, wie sie als Team interagieren. L'Oréal fördert Initiative und Autonomie: Dies erfordert die Einstellung anpassungsfähiger Menschen, die effektiv mit ihren Mitarbeitern kommunizieren. Für Paul ist das Ergebnis positiv. Andere wurden damit vertröstet, sich bei einer zukünftigen Sitzung erneut zu bewerben. Sein duales Studienjahr beginnt im August 2018.
 
 

Leben zwischen Straßburg und Paris

Bei L'Oréal wird Paul als vollwertiger Mitarbeiter gesehen, der seine Zeit seinen eigenen Verpflichtungen gemäß einteilt und organisiert. „Das Tempo des dualen Studienprogramms ist eine echte Herausforderung, besonders als Einstellungsbeauftrater. Monat für Monat muss ich neue Mitarbeiter einführen, was bedeutet, dass ich Fabriken, Räume und Termine reservieren muss. Und zwar in meiner Freizeit, weil ich ja sonst an der Hochschule studiere. Ich habe sehr viel über Arbeitsorganisation und Strenge gelernt. “ Darüber hinaus lockert seine Zeit an der EM Strasbourg Business School seinen angespannten Berufsalltag etwas auf.  „Die Unterrichtenden lassen uns ein wenig Spielraum. Ich denke dabei an einen Kurs von Jean-Philippe Bootz zum Thema „Praxisgemeinschaften, Generierung und Austausch von Wissen innerhalb von Unternehmen“. Er hat mich wirklich beeindruckt, war ich doch davon überzeugt, er könne nur erfahrenen Fachleuten angewendet werden. Letztendlich nutzte ich diesen Kurs für einen internen Wettbewerb zwischen den Lehrlingen bei L'Oréal. “
 
 

Erweiterung des beruflichen Horizonts

Für Paul Henné bot dieses Jahr auch Gelegenheit, neue Bereiche zu entdecken, wie z.B. die Kommunikation im Personalwesen. Sobald er sein Studium an der EM Strasbourg Business School abgeschlossen hat, möchte er genau diesen Weg einschlagen. „Meiner Meinung nach sollten wir uns in Bereiche vorwagen, über die wir wenig wissen, und zwar mittels Praktika und duale Studienprogramme. Wir müssen diese Gelegenheiten nutzen, um Unternehmen, Mentalitäten und Positionen zu erforschen, die wir uns nicht einmal vorstellen können. “

 

Duale Ausbildungsverträge und das Gesetz über die „berufliche Zukunft“

Im Jahr 2019wird die Altersgrenze für den Beginn einer dualen Ausbildung von 26 auf 30 Jahre erhöht. Die Gehälter der Studierenden in dualer Ausbildung wurden angehoben, und die Mindestvertragsdauer wurde von einem Jahr auf nur sechs Monate reduziert. Darüber hinaus ist es nun möglich, zu jeder Jahreszeit einen Lehrvertrag abzuschließen.

Weitere Informationen:
Duales Ausbildungsportal
Duale Ausbildung / Lehre: Was ändert sich mit dem Gesetz über die „berufliche Zukunft“?

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