Gastronomie, Wein: Wenn die EM Strasbourg Business School das Feld der Möglichkeiten öffnet

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Die Auffassung, es sei ein Privileg, seine Leidenschaft und seine berufliche Laufbahn unter einen Hut zu bekommen, sei nur Auserwählten vorbehalten, ist weit verbreitet. An der EM Strasbourg Business School sind wir bestrebt, die Leidenschaften unserer Studierenden offen zu legen und ihnen zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Margaux Jung, die einst das Elsässer Weingut ihrer Familie übernehmen möchte, und Xavier Dugand, derzeit Chef de Partie in einem Restaurant im neuseeländischen Wellington, sind perfekte Beispiele für untypische Profile dieser Art, die den eigenen Wünschen folgen wollen.

 

 

Können Sie uns zunächst ein paar Worte zu Ihrem Hintergrund sagen?

 

Xavier Dugand: „Nach meinem Abitur in Saint-Avold im Departement Moselle habe ich ein begonnenes Ingenieurstudiums, für das ich ungeeignet war, schnell abgebrochen. Also beschloss ich, in die Hotellerie zu wechseln: Hotellerie-Vorbereitungskurse, Praktikum bei Alain Ducasse in Monaco, BTS Hôtelerie-Diplom, ein weiteres Praktikum, diesmal in Peking... Aber Hotelmarketing und -management zogen mich mehr an als Service oder Kochen: deshalb entschied ich mich für die EM Strasbourg Business School, um meine Fähigkeiten zu erweitern. Der Master im internationalen Weinmanagement und Tourismus und das obligatorische Auslandsjahr reizten mich. “

Margaux Jung: „Ich habe gerade ein Fachabitur in Betriebsführung begonnen. Dort erlerne ich insbesondere die Arbeit im Weinberg und in der Weinbereitung im Hinblick auf die Übernahme unseres Familiengutes Domaine Jung Gustave & Fils in Riquewihr. Davor durchlief ich eine Ausbildung an der EM Strasbourg Business School, wo ich einen Master 1 im Bereich Verwaltung und dann einen Master 2 für Unternehmertum absolvierte und das Rüstzeug für die Gründung und Übernahme eines Unternehmens erwarb. Bevor ich dorthin kam, hatte ich einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (DUT) in Betriebswirtschaft und Verwaltung gemacht. “

 

 

Erzählen Sie uns von Ihrer Leidenschaft für die Gastronomie und den Wein!

 

XD: „Ich komme aus Lothringen, einer Region mit hervorragendem Essen. In meiner Familie kommen stets leckere Speisen und gute Tropfen auf den Tisch... und die elsässischen Einflüsse sind unverkennbar! Ich koche gerne, weil ich dadurch Emotionen auslösen und eine künstlerische Dimension einbringen kann. Ähnlich wie beim Musizieren, Filmen oder Fotografieren, meinen anderen Leidenschaften. “

MJ: „Schon als kleines Mädchen drehte sich mein Leben um Wein. Ich wuchs in den Weinbergen, im Weinkeller auf... Meine Eltern ließen mir immer die Wahl, einen anderen Beruf zu ergreifen, und ich denke, dass es diese Freiheit war, die mich letztlich dazu bewog, in dieser Branche zu arbeiten. Ich arbeite gerne im Freien, genieße den Kontakt zu Menschen, die Vielseitigkeit... es wird einem nie langweilig! “

 

 

Was bedeutet das Elsass unter diesem Gesichtspunkt für Sie?

 

XD: „Werde ich gefragt, woher ich komme, sage ich: „aus Straßburg“. Darunter kann man sich etwas vorstellen! Die Gastronomie ist Teil der elsässischen Kultur, und mit dem ebenfalls aus Straßburg stammenden Restaurantleiter haben wir im vergangenen Winter Baeckeoffe und Bibeleskäs auf die Speisekarte gesetzt. Und es kam gut an! “

MJ:Verglichen mit Frankreich ist das Elsass ein kleiner, ja fast „familiärer“ Weinberg, was mir gut gefällt.  Ich liebe die Vielfalt der angebotenen Rebsorten und Terroirs und die feinen, hier produzierten Weine. Manchmal sogar als Vorreiter, wie zum Beispiel im Bereich der Biodynamik. Fürs Protokoll: Auf der letzten Weinmesse wurde ich zur Elsässer Weinkönigin gewählt. Das erlaubt mir, unsere Weinregion zu bereisen, seltene Weine zu entdecken und zu verkosten und die Menschen kennen zu lernen, die diesen Sektor prägen. In anderen Worten, meine Branchenkenntnisse zu verbessern! “

 

 

Weihnachten steht vor der Tür... irgendwelche Ideen für Ihre Kunden?

 

XD: „Hier ist es komplizierter, denn Weihnachten wird mitten im Sommer gefeiert! Bei 25 Grad wird recht wenig Glühwein ausgeschenkt... “

MJ: „Das Elsass ist das Land der Weihnacht. Seine Gastronomie und seine Weine eignen sich gut für diese festliche Zeit. Vom Aperitif bis zum Digestif, vom Crémant bis zum Trester des Gewürztraminers gibt es für jedes Gericht, für jeden Augenblick einen Wein. Ganz zu schweigen davon, dass eine verschenkte Flasche Wein immer glücklich macht!“

 

Xavier Dugand
Xavier Dugand

 

 

Woher kommt Ihre Reiselust?

 

XD: „Das Bedürfnis zu reisen, hatte ich schon kleiner Junge. Die Exotik, einzelne Begegnungen und das Entdecken neuer Kulturen haben es mir angetan! Die Hotelbranche erlaubt es mir, neue Produkte, andere Gerichte und einen anderen Managementstil zu entdecken. Die Wahl Neuseelands ermöglicht es mir auch, mein Englisch zu verbessern. “

MJ: „Fachabitur und einjähriges Weinköniginnentum sind Verpflichtungen, die ausgedehntes Reisen momentan unmöglich machen. Aber ich würde gerne rund um die Welt reisen, um die großen Weinregionen zu erkunden, mir anzusehen, was woanders hergestellt wird, es mit unseren Weinen vergleichen und mich inspirieren zu lassen. Gleichzeitig wäre das die perfekte Gelegenheit, unsere Region und unsere Weine besser bekannt zu machen! “

 

 

Wie hat die EM Strasbourg Business School Ihnen bei Ihrem beruflichen Projekt geholfen?

 

XD: „Gleich über mehrere Ebenen hinweg. Zunächst einmal durch die Qualität der Lehre, die mir einen technischen Hintergrund in Marketing, Management, Wirtschaft ermöglichte... Dann durch das berühmte verpflichtende Auslandsjahr, das ich an der Universität von Surabaya in Indonesien verbracht habe. Abschließend möchte ich dem Cap Carrière-Programm meine Anerkennung aussprechen, das mich sehr unterstützt und mir in zahlreichen Gesprächen den Aufbau meines beruflichen Projekts ermöglicht hat. “

MJ: „Die Hochschule hat mir zunächst eine ehrliche Aufgeschlossenheit vermittelt. Sie hat mir zu verstehen gegeben, dass man Risiken eingehen muss, wenn man Unternehmer sein will, und dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen darf, sondern Ehrgeiz zeigen muss. Ich erinnere mich auch an die Qualität der Dozenten in unserem Master-Programm: allesamt Fachleute, die auf sehr konkrete und großzügige Weise viel mehr ihre Erfahrungen geteilt als uns lediglich unterrichtet haben. Das war sehr prägend. “

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